Samstag, 28. September 2013

Serifos - Livadhi 27.09. - 29.09.2013

Auf Anhieb sympathisch ist uns die Insel SERIFOS, wo wir im Örtchen LIVADHI am 27. September nachmittags römisch-katholisch festmachen, Position 37 08‘.561 N, 024‘.30.933 E. 65 Seemeilen bei strahlendem Sonnenschein, leider nur zeitweise ausreichendem Wind, liegen hinter uns. Etwa 20 weitere Yachten sind hier, darunter als Bootsnachbarn Carole und Ian. Die Welt ist klein – sie haben mit ihrer Yacht den Winter 2011/12 in Cartagena verbracht und hier unsere Freunde Farida und Hubert kennengelernt.   Lime Light in Cartagena

Ian hat auch eine traurige Geschichte zu erzählen – die wunderschöne 25m-Yacht Uisge Beatha, die einige Tage im vergangenenen Sommer mit uns, und Hubert und Farida, vor der Insel Culatra lag, ist in der Karibik abgebrannt; Eigner Henk und Crew ist jedoch glücklicherweise nichts passiert.   Brand der Uisge Beatha

Die Hauptstadt der Insel ist CHORA, mit dem Bus von Livadhi bergauf in 15 Minuten erreicht. Wunderschön:





Natürlich gibt’s auch zur Insel Serifos eine Sage zu erzählen: Akrisios, der König von Argos, hatte zwar eine Tochter Danaë, aber keinen männlichen Erben. Gewarnt vom Orakel („Du wirst keine Söhne haben und dein Enkel wird dich töten.“), verwahrt er die noch kinderlose Danaë in einem Verlies, das mit bronzenen Türen gesichert ist und von wilden Hunden bewacht wird. Doch der Göttervater Zeus begehrt sie und findet durch das Dach des Gefängnisses Zugang zu ihr, indem er sich in einen goldenen Regen verwandelt. Danaë gebiert ihm den Sohn Perseus.
Um seinem Schicksal zu entgehen, lässt Akrisios Danaë mit ihrem Säugling in einer kleine hölzernen Arche auf dem Meer aussetzen; aber Zeus Bruder Poseidon glättet das Meer, damit sie nicht ertrinken. Als sie auf der Kykladeneinsel SERIFOS an Land gespült werden, birgt der Fischer Diktys die beiden und bringt sie zu seinem Bruder Polydektes, der König der Insel ist. Polydektes allerdings beginnt Danaë nachzustellen, doch Dyktis, wie später auch der heranwachsende Perseus, wissen sie zu beschützen. So kommt es Polydektes nur gelegen, dass der forsche Jüngling Perseus forteilen will, um das Haupt der Gorgone Medusa zu erbeuten, das jeden, der es ansieht, zu Stein erstarren lässt. Polydektes wurde schließlich, samt allen anderen, die nicht glauben wollten, dass Perseus das Haupt der Gorgone Medusa gefunden habe, versteinert. (Diese Felsenformationen werden den Besuchern noch heute gezeigt.) Vor dem Orakel gibt es kein Entrinnen: Ein Diskus von Perseus, bei seiner Rückkehr in einem Wettkampf geschleudert, wird von den Göttern so abgelenkt, dass der Großvater Akrisios tödlich getroffen wird.


Der Wind treibt uns nach PAROS, Insel 38 Seemeilen östlich von Serifos. Am 29. morgens heißt es Anker auf in Serifos. Die Insel MILOS, welche eigentlich geplant war, werden wir wegen vorhergesagter Südwinde nicht anlaufen.

Montag, 23. September 2013

Saronischer Golf 22.09. - 27.09.2013

Das Auslaufen in Galaxidhi am 22. morgens um 04.15h gestaltet sich interessant – der Anker unseres Bootsnachbarn hatte sich über unser Ankerkette gelegt und sehr unglücklich verkeilt. Eine halbe Stunde dauert unsere Befreiungsaktion, nur mit wuchtigen Hammerschlägen waren wir „loszueisen“.

In der Mittagszeit treffen wir am KANAL VON KORINTH ein. Für den in den Jahren 1881 bis 1893 gebauten, 6346 m langen Kanal durchgrub man die Landenge von Korinth, den so genannten Isthmus, an ihrer schmalsten Stelle. Seitdem verbindet der Kanal von Korinth den Saronischen Golf und das Ägäische Meer mit dem Golf von Korinth und dem Ionischen Meer. Der Kanal erspart so bis zu 200 Seemeilen Fahrt im Vergleich zur Rundung des Peloponnes. Der Kanal ist ca. 8m tief und 24m breit, die Steilwände rechts und links ragen bis zu 80 m in die Höhe. Etwa 30 Schiffe täglich passieren den Kanal; dazu werden 2 Autobrücken hydraulisch nach unten, also zum Grund des Kanals, herab gelassen, andere Brücken sind hoch genug über dem Wasser.
 


Bungee!




 
 Er braucht keine Brücke: Video: Hoppa!
 
Lime Light muss mächtig kämpfen gegen die westlich setzende Strömung im Kanal. Obwohl der Gashebel auf dem Tisch liegt, machen wir nur 4 Knoten Fahrt. So genießen wir die teuersten Kanalkilometer der Welt (wir zahlen umgerechnet 2.87 Euro je 100 Meter = 182,- Euro total) fast 1 Stunde lang.

Weiter geht’s hinter’m Kanal im Saronischen Golf in die Bucht von KORFOS, wo wir an einem Taverna-Kai an einer Mooring nach insgesamt 59 Seemeilen um 17.40h festmachen, Position 37 45‘.892 N, 023 07‘.555 E. Sehr nett sind die Menschen hier, Liegeplatz / WiFi / Strom / Dusche sind umsonst, über das Abendessen breiten wir den Mantel des Schweigens.

Drive in
VATHY auf der Vulkan-Halbinsel Methana ist unser Ziel am 23. September. In aller Gemütlichkeit segeln wir die 15 Seemeilen bei strahlendem Sonnenschein hinüber, zeitweise ziehen 6 Delphine mit uns ihre Bahn. Klein und niedlich ist der Fischerhafen, römisch-katholisch legen wir an in Position 37 35‘.605 N, 023 20‘.345 E. 15 Yachten max. können hier vor den Tavernas am Dorfkai liegen. Einen Hafenmeister gibt’s dennoch, gern bezahlen wir die bescheidenen Gebühren für Liegeplatz und Strom an den gutgelaunten Meister.



Sonnen, Schwimmen, Duschen, Pläuschchen mit Bootsnachbarn, ein gutes Abendessen im "To Vathy" (wo Mutter in der Küche steht und Vater die Kraken selbst fängt), schön war’s – nächstes Ziel am 24. September ist die Insel POROS, 20 Seemeilen entfernt.

Direkt unter dem Schild „längsseits Anlegen verboten“ legen wir längsseits an im nördlichen Teil des ausgedehnten Hafens‘ von POROS, Position 37 30‘.123 N, 023 27‘.200 E. In der Nebensaison stört’s niemanden, auch Hafengebühren werden nicht mehr kassiert. Viel los ist im schönen Poros, ein Kommen und Gehen von Yachten und Fähren.

 
 

 
Wir legen ab am 26. und motoren 12 Seemeilen zur Insel YDRA, in die Bucht von MANDRAKI. Hier ankern wir auf 17 Meter mit 2 Landleinen, Position 37 21‘.215 N, 023 28‘.995 E, und faulenzen, schnorcheln und schwimmen.




Vor Sonnenaufgang heißt es Anker auf am 27. September. Unsere nächsten Stopps werden auf den Inseln der KYKLADEN sein, erstes Ziel ist LIVADHI auf der Insel SERIFOS, ca. 65 Seemeilen entfernt.

 
 

Samstag, 21. September 2013

Galaxidi 19.09. - 22.09.2013

GALAXIDI – wir legen römisch-katholisch an am 19. September nach herrlichem Kreuzen raumschots 20 Seemeilen den Golf hinunter, getrieben von 5 bis 7 Windstärken. Feines Segeln war das. Unsere Position am Stadtkai ist 38 22‘.586 N, 022 23‘.262 E. 10.23 Euro/Nacht Hafengebühren zahlen wir einem netten Küstenwächter, Strom und Wasser inklusive.

Galaxidi ist eine der schönsten Ortschaften, die wir bislang besucht haben. Hier leben offensichtlich Menschen, die ihr Städtchen und ihre Heimat lieben. Beinahe klinisch sauber ist’s, gepflegt und hergeputzt wie auf Hochglanzbildern in einer „Schöner Wohnen“-Zeitschrift. In der Antike hieß der Ort Oiantheia und war schon damals berühmt für seine Schönheit. Bedeutung und Wohlstand erreichte Galaxidi im 18. und 19. Jahrhundert, Standort einer der mächtigsten Handelsflotten im Mittelmeerraum. Die Zeugen dieser Glanzzeit, die typischen Kapitänshäuser, sind bis heute erhalten geblieben.
 
 
  
Nicht weit entfernt von Galaxidi ist DELPHI – Mittelpunkt der Welt. Glaubte man. Dem Mythos zufolge ließ Zeus zwei Adler gleichzeitig von je einem Ende der Welt fliegen, die sich dann in Delphi, ergo dem Mittelpunkt, trafen. Also nicht in Hamm. Und natürlich das ORAKEL von DELPHI. Hier die gekürzte Geschichte dazu:  Die Erdmutter Gaia vereinigte sich mit dem Schlamm, der nach dem Ende des Goldenen Zeitalters von der Welt übrig blieb, und gebar die geflügelte Schlange Python. Python hatte hellseherische Fähigkeiten und lebte an dem Ort, der später Delphi heißen sollte. Hera, die Frau des Zeus, war eine Enkelin Gaias. Gaia prophezeite ihrer eifersüchtigen Enkelin, dass Leto, ihre Nebenbuhlerin und eine der Geliebten Zeus', dereinst Zwillinge gebären würde, die größer und stärker als alle ihre Kinder seien. So schickte sie Python los, um Leto zu verschlingen, noch bevor diese ihre Kinder zur Welt bringen konnte. Diese Intrige wurde von Zeus verhindert, und Leto gebar Artemis und Apollon. Eine der ersten Taten Apollons‘ war die Rache an Python für den Anschlag auf seine Mutter. Er stellte sich bei Delphi gegen Python und tötete sie. Durch das vergossene Blut Pythons‘ übertrugen sich dessen hellseherischen Fähigkeiten auf den Ort. So wurde Delphi der Kontrolle Gaias‘ entrissen und befand sich fortan unter dem Schutze Apollons‘.

Das Orakel entwickelte einen beträchtlichen Einfluss im gesamten Griechenland und wurde vor allen wichtigen Unternehmungen, wie z. B. Kriegen oder Gründung von Kolonien, befragt. Einige Jahrhunderte lang war dies so. Mehr dazu, zu u.a. Krösus, Pyrrhus, Ödipus und „Erkenne Dich selbst“, hier: Orakel von Delphi, Wikipedia

Wir besuchen Delphi am 20. September.  Delphi, Wikipedia
Es ist schon ein ganz besonderes Gefühl, durch die Ruinen der einst so prächtigen Bauten, in denen Weltgeschichte bestimmt wurde, zu spazieren. Über dieselben Pfade ging einst auch z.B. Alexander der Große, um das Orakel zu befragen. Er soll 335 v. Chr. für seinen geplanten Perserfeldzug um Rat gebeten haben, doch Pythia vertröstete ihn: Das Orakel finde nur zu den von den Göttern bestimmten Zeiten statt. Wütend und unwillig zu warten, soll er Pythia mit Gewalt an den Haaren in den Tempel gezerrt haben, woraufhin sie rief: „Lass ab von mir, du bist doch unüberwindlich, Junge!“. Der zufriedene Alexander entgegnete  „Jetzt habe ich meine Antwort!“ und ließ ab von ihr.
 

der Nabel der Welt



Der Kanal von Korinth ist ca. 40 Seemeilen entfernt von Galaxidi. Wir wollen ihn am 22. September gegen Mittag passieren und werden daher früh am Morgen, so gegen 04.00h, Anker auf gehen. Agäis, wir kommen ...

Donnerstag, 19. September 2013

Trizonia 17.09. - 19.09.2013


Dort, wo der Golf von Patras in den Golf von Korinth übergeht, steht die RHION-Brücke. Die Brücke ist 2883 m lang, hat 4 Pylone. Die beiden mittleren Pylone sind insgesamt 230 m hoch, sie stehen in 65 m tiefem Wasser und erheben sich weitere 164 m über den Meeresspiegel. Die beiden äußeren Pylone stehen in etwas weniger tiefem Wasser und erreichen eine Höhe von 141 m über dem Meeresspiegel. Das Brückendeck erhält dadurch eine die ganze Meerenge überspannende Wölbung nach oben, die mittlere Durchfahrt hat eine lichte Höhe von 52 m. Auf der Basis der Länge der Hauptbrücke ist sie die zweitlängste Schrägseilbrücke der Welt. Unsere Lime Light passt so eben drunter durch, auf ihrem Weg zur Insel TRIZONIA. Die Passage war zuvor über Funk mit Rhion Traffic abzustimmen, welche jedem Schiff eine Durchfahrt zuweisen.



TRIZONIA – kleine Insel im Golf von Korinth. Eine „Marina“, die begonnen, nie fertig gestellt wurde, gibt es hier. Supergut liegen wir dort, längsseits Mole, in Position 38 22‘.158 N, 022 04‘.541 E, wo wir am 17. September nach 38 zurückgelegten Seemeilen festmachen. Kostet nix, mit fast 50 Yachten sind beinahe alle Plätze belegt, einige Yachten scheinen schon Monate oder Jahre da zu sein. Das kleine Dorf auf der Insel ist überraschend niedlich und adrett, ein Kieselstrand lockt ins kristallklare Wasser. Es gefällt uns gut in Trizonia, herrlich entspannend ist der Ouzo zum Sonnenuntergang..



Wrack in der Marina






Am 19. um 08.45h dampfen wir ein in unsere Achterspring und legen ab. Ziel ist das Örtchen GALAXIDI, etwa 20 Seemeilen gen Osten.

Mittwoch, 11. September 2013

Messolonghi 09.09. - 17.09.2013

Durch Marschlandschaft führt ein ca. 3 km langer, gebaggerter Kanal, gesäumt von Pfahlbauten, in den Hafen von MESSOLONGHI. In der Marina dort machen wir am 09. September nach zurückgelegten 35 Seemeilen an einer Mooring in Position 38 21‘.711 N, 021 25‘.054 E fest.

MESSOLONGHI, d.h, aus dem Italienischen kommend, „inmitten der Seen“.  Messolonghi liegt am Golf von Patras in der Ebene, die im Lauf der Jahrhunderte im Mündungsgebiet zweier Flüsse durch natürliche Anschwemmungen aufgeschüttet wurde. Ursprünglich entstand das Städtchen auf drei Laguneninseln, die allerdings im Laufe der Zeit durch Verlandung Teil des zentralgriechischen Festlands geworden sind. Die Stadt ist umgeben von salzigem Marschland, der 34 km2 Lagune mit ihren Inselchen, eine Landschaft, die u.a. 280 Vogelarten, darunter Flamingos, und Seeschildkröten Heimat bietet. Eine dieser Seeschildkröten taucht regelmäßig neben unserer Lime Light auf – ein Kopf groß wie ein Handball, Augen wie Kohlestücke, ein Körper wie ein Faß – imposant.
 
 
 

 „Heilige Stadt“ darf sich Messolonghi nennen, als Anerkennung  und Erinnerung an das Heldentum der Einwohner im griechischen Unabhängigkeitskrieg gegen die türkischen Besatzer (1821 – 1829). 10.000 Bürger der Stadt ließen 1826 bei Kämpfen ihr Leben. Der Aufstand der Griechen in diesen Jahren führte schließlich zur Gründung eines unabhängigen Griechenlands - nach dem russischen Einmarsch in das Osmanische Reich (1828) und der Kapitulation des Sultans wurde im Rahmen des „Londoner Protokolls“ im Jahre 1830 seitens Großbritannien, Russland und Frankreich die Errichtung eines griechischen Königreiches beschlossen. Das unabhängige Königreich wurde zu Beginn von dem dazu auserwählten deutschen Prinzen Otto I. von Bayern regiert, welcher den Herrschaften genehm war. So ging das damals ... 
 

Die Marina hat etwas herben Charme, erinnert mehr an eine Bootswerft, bietet aber sehr gute Duschen/WC und ruhige Liegeplätze. Das Personal ist sehr freundlich, der Preis mit 25,40 Euro/Tag inkl. Strom und WiFi moderat. Weiter ausgebaut werden soll, geplant sind 335 Liegeplätze:  Marina Messolonghi  Nett ist's im Cafe der Marina, ein guten Wein und hübsche Aussicht gibt's.


NAFPAKTOS, schönes Städtchen am Golf, besuchen wir per Bus, nicht Boot. Schön anzuschauen ist der venezianische Hafen:







Ursprünglich wollten wir nur 2 Tage in Messolonghi bleiben. Wie so oft, Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. Wir bleiben 1 Woche, da wir auf ein noch fehlendes Zubehörteil für unseren neuen Charger-Inverter und auf unsere irischen Freunde warten möchten und müssen. 

Das Teil kommt, unsere Freunde Jill & Ciaran leider nicht. Sie haben die Absicht, in der Türkei zu überwintern fallen lassen, da es aus diversen Gründen zu diffizil ist. Wir sind sehr traurig! Aber wir werden uns wiedersehen ...

Allein allein ziehen wir also weiter unseres Weges.
Leinen los heißt es am Montagmorgen, 16. September. Ziel ist die kleine Insel TRIZONIA, 38 Seemeilen ostwärts den Golf hinauf. 

Der 16. war der Plan - es wird der 17. mit der Abfahrt. Heftige Gewitter am 16. lassen uns 1 Tag länger bleiben, kein Segler fährt dort freiwillig hinein.
 

Freitag, 19. Juli 2013

Ionisches Meer 20.06. - 09.09.2013


Unser Sommer 2013 im Ionischen Meer


Die Ionischen Inseln sind eine Inselgruppe im Ionischen Meer, die sich vor der griechischen Westküste von Albanien im Norden bis zum Peloponnes im Süden erstreckt. Neben den großen Inseln Korfu, Lefkas, Kefallonia und Zakynthos zählen auch kleinere (bewohnte) Inseln, wie Paxos/Antipaxos, Ithaka, Meganisi, Kastos und Kalamos, dazu, welche wir ebenfalls besuchen werden bzw. bereits angelaufen haben. 




 
 
Wir legen am 20. Juni am Stadtkai in LEFKAS (Lefkada) römisch-katholisch an, Position 38 50‘.109 N, 020 42‘.708 E.  Hier treffen wir am 22. die „Jungs“, alte Freunde aus Hamm: Ali Abi & Beppino & Guidino & Onkel Helmut und Steppano. Sie haben für 1 Woche eine Yacht gechartert und so segeln wir im Duett am

-           23. Juni nach NIDRI auf LEFKAS, Position 38 42‘.191 N, 020 42.684 E, und
             ABELIKE auf MEGANISI, Position 38 40‘.046 N, 020 47‘.656 E
-           24. Juni nach VATHY auf ITHAKA, Position 38 21‘.932 N, 020 42‘.931 E
-           25. Juni nach KASTOS auf KASTOS, Position 38 34‘.093 N, 020 54‘.746 E
-           26. Juni nach SIVOTA auf LEFKAS, Position 38 37‘.396 N, 020 41‘.035 E
-           27. Juni nach FISKARDHO auf KEFALLONIA, Position 38 27‘.715 N, 020 34‘.669 E

Viel Spaß bringt die Zeit, schön war’s!
 

Lefkas

Ankern in Nidri

auf dem Weg zur Strandparty

Ali Abi

Vathy / Ithaka

Vathy / Ithaka


die Jungs

auf Kastos


Rückkehr der Schatzsucher

Fiskardho / Kefallonia
 
Ein Wiedersehen feiern wir mit unseren irischen Freunden Jill & Cirian auf ihrer Yacht Cachaca am 29. Juni. Sie treffen, aus Siracusa von Sizilien kommend, in Fiskardho ein. Wir werden von nun an wieder zusammen segeln.
  
Unser erstes Ziel ist FRIKES auf ITHAKA, wo wir am 2. Juli längsseits Mole in Position 38 27'. 550 N, 020 39'.888 E anlegen. Frikes ist auch bei den Segelflotillen sehr beliebt, so dass der kleine Hafen am Abend stets gut gefüllt ist. Die Tavernen im Ort sind preiswert, ausgezeichnet schmeckt es uns im "Penelope". "Klein-Melbourne" taufen wir Frikes, denn wir treffen in diesem winzigen Dorf immerhin 3 Griechen, die ehemals dorthin ausgewandert waren; darunter auch eine Dame, die in Istanbul aufgewachsen ist, und sich freut, Türkisch mit Canan parlieren zu können.
 



Canan fährt das erste Mal Motorroller. Gut macht sie das. Und beim nächsten Mal versuchen wir dann, schneller als 20 km/h zu fahren. (-:
So erschließen wir uns in aller Langsamkeit die Insel Ithaka, Heimat des Odysseus. Wir besuchen u.a. die Ruinen des Palastes, in denen Penelope 20 Jahre lang auf die Rückkehr des Odysseus wartete und ihren ungeliebten Freiern die Stirn bot. Und stellen fest, dass wir mit unserer Lime Light an beinah allen Schauplätzen der Odyssee waren: Gibraltar und spanische Südküste, Bonifacio auf Korsika, Insel Ustica, Straße von Messina, Malta,… 10 Jahre dauerte die Odyssee, die Heimfahrt von Troja nach dem gewonnenen Krieg, in die Odysseus vom erzürnten Poseidon getrieben wurde, bevor er mit Unterstützung der Pallas Athene wieder seinen Platz als Ehemann und König auf Ithaka einnehmen konnte.
 
die Odyssee
Abkühlung
 
 Am 05. Juli segeln wir von Frikes zur Insel KASTOS. Hier waren wir bereits mit den Jungs; es hatte uns so gut gefallen, dass wir wiederkehren. So machen wir am Nachmittag nach 15 Seemeilen auf 4,5 m Wassertiefe römisch-katholisch in dem kleinen Hafen in Position 38 34‘.106 N, 020 54‘.743 E fest, um uns sogleich zur Abkühlung in das kristallklare Meer zu stürzen.



 
Lime Light

Unsere Ankerführung braucht Reparatur. Da dies mit Bordmitteln nicht machbar ist, beschließen wir, am 07. Juli die Insel MEGANISI und die dortige Odyseas Marina in VATHY anzulaufen. Knapp 17 Seemeilen sind dies von Kastos, mit Moorings und assistiert vom sehr freundlichen Marinapersonal legen wir an in Position 38 39‘.878 N, 020 46‘.867 E. Schnell wollen wir die Reparatur erledigen, denn die täglich fälligen Liegeplatzgebühren von 50.48 Euro, all in, können wir besser verwenden.
 
Vathy:

  
 

Wir lernen in der Marina Oswald & Christa kennen, zwei liebe und spaßige Menschen, die schon seit Jahren mit ihrer Yacht in Ionesien unterwegs sind. Nach vollzogener Reparatur folgen wir am 09. Juli der Empfehlung der beiden, nach NIDRI auf LEFKAS zu segeln und dort am Schwimmsteg vor dem "Hotel Iris" festzumachen. Wir hopsen die knapp 5 Seemeilen hinüber und legen an mit Moorings in Position 38 41'.926 N, 020 42.468 E. Ein sehr guter Tip! Wir können, neben Strom und Wasser, die Facilitäten des Hotels nutzen, u.a. den Pool, und dies für 10,- Euro am Tag. Es ist wie ein Urlaub im Urlaub.
 


Wir erwarten Besuch, Tobi, einen alten und guten Freund Tims‘. Tobi wird am 20. Juli in Korfu einfliegen, deshalb müssen wir Weg gen Norden machen.

Am 11. Juli geht’s von Nidri nach LEFKAS-Stadt. Hier liegen wir römisch-katholisch am Stadtkai, Position 38 50‘.112 N, 020 42‘.705 E, was 10.17 Euro täglich kostet. Lefkas ist ein lebhaftes, sympathisches Städtchen. 8 Stunden dauert am 13. Juli die Weiterfahrt nach PORT GAIOS auf PAXOS, wo wir bereits vom 17. bis 20. Juni waren: Port Gaios auf Paxos
 

Am 16. Juli kommen Markus & Susanne & Marie mit ihrer Yacht nach Gaios. Wir trinken eine Tasse Rotwein zusammen und haben einen sehr netten Abend.
 
Am 17. Juli ziehen wir mit ihnen und Cachaca 5 Seemeilen weiter, in die Ankerbucht LAKKA auf Paxos. Hier mutet das türkisblaue Wasser beinahe karibisch an, der Anker hält auf 4 m Wassertiefe im weißen Sand bombig. Position 39 14'.306 N, 020 07'.944 E. Für Tim wird dieser Aufenthalt unvergesslich bleiben: er darf Markus' Tauchausrüstung leihen und das erste Mal mit Flasche tauchen gehen. Jetzt steht natürlich eine Tauchausrüstung auf seiner Wunschliste für Weihnachten/Geburtstag...
 
5 Stunden dauert's dann am 18. Juli, bevor wir im Yacht Club Mandraki in KORFU-Stadt (Kerkyra) anlegen, der schon vom 10. bis 17. Juni unser Heimathafen war: Korfu Juni 2013
 
Mathias & Jennifer treffen wir hier! Die beiden hatten nach dem tragischen Untergang ihrer „Dolphins“ ( Feuer an Bord ) letztlich und glücklicherweise ihre Europareise fortsetzen können. Wir freuen uns sehr, sie wiederzusehen.


Am 20. kommt Tobi:
 
 
Tim und er haben eine super Zeit, schön dass er bei uns ist.
 
Wir bleiben bis zum 26. Juli auf Korfu, hiervon auch 3 Tage vor Anker bei Gouvia, Position 39 39‘.695 N, 019 51‘.320 E.
MOURTOS - SIVOTA auf dem griechischen Festland ist unser nächstes Ziel, 25 Seemeilen von Gouvia, 3 Nächte bleiben wir. Herrliches Wasser an unserem Ankerplatz dort, Position 39 24‘.313 N, 020 13‘.993 E, die Jungs verbringen gefühlte 100 Stunden mit Schwimmen und Schnorcheln.
 
Unser geliebtes LAKKA auf PAXOI dann für 2 Tage vor Anker, bevor wir im verschlafenen, sympathischen PETRITI auf KORFU am 31. Juli an der Außenmole des Fischerhafens römisch-katholisch festmachen, Position 39 27‘.197 N, 020 00‘.194 E.
 
 
Petriti
Gurke statt Klimaanlage
Zurück in Port Mandraki in Korfu-Stadt bleiben Tobi & Tim zwei gemeinsame Tage, einer davon wird verbracht im AQUALAND mit seinen atemberaubenden Riesenrutschen. Tim's freier Fall hier: free fall      Ein schöner Abschluß von Tobi's Besuch. Bis bald!

 




Vom 03. bis zum 10. August sind unsere lieben Freunde aus Österreich auf Korfu. Juliane (Juli), Markus (Hase), Magnus (Tiger) und Baby Samuel (Sam Schlitzohr). Sie hatten uns bereits im Oktober 2010 in Südspanien besucht, damals hatte Sam noch einen schönen schattigen Platz im Bauch der Mama:  Oktober 2010 Cartagena   und mehr...

Ein prima Appartment haben sie gemietet in Agios Giorgios, das einen netten Strand zu bieten hat.


Faulenzen am Strand, ein Tag im Aqualand, ein bißchen sightseeing - leider leider vergeht die gemeinsame Zeit wiederum so schnell. Schön ist der Gedanke, auch wegen der Hitze auf Korfu (durchgehend 35 Grad und mehr), die 4 im nächsten Winter in Innsbruck, genauer Zirl/Tirol, besuchen zu wollen. Wir freuen uns darauf.

Kalt ist's auch hier:  Ein innen Nacken    pinguine-haben-es-nicht-leicht

Tim und Sock entfliehen der griechischen Sommergluthitze  – 1 Woche Deutschland/Hamm; Canan verbleibt derweil auf dem Boot in Mandraki. Wohnen bei Oma, Wiedersehen mit vielen alten Freunden, eine schöne (und kühle) Zeit. Tim steckt wahrscheinlich einige seiner Freunde mit seiner Begeisterung für das Metalldetektieren an – selbst bei Regen streifen sie durch Äcker und Wälder, durchaus interessante Funde, wie eine Kanonenkugel oder eine Münze von 1940, sind der Lohn.

Am 20. August sind wir 3 dann wieder schwitzend vereint. Der 22. ist Tag des Aufbruchs – Yassas Kerkyra. Uns wird bewusst, dass wir nur noch etwa 8 Wochen auf See sein werden, bevor wir Ende Oktober unsere Lime Light nach 27-monatiger Reise im wohlverdienten Winterlager in der Türkei parken werden. Gemischte Gefühle …

Wir übernachten vom 22. auf den 23. vor Anker im 20 Seemeilen entfernten MOURTOS-Sivota (Position 39 24‘.317 N, 020 13‘.989 E), am Abend des 23. legen wir nach motorten 53 Seemeilen in NIDRI am Steg des Hotel Iris an (Position 38 41‘.927 N, 020 42‘.460 E). Hier, wo wir bereits Anfang Juli waren, treffen wir unsere irischen Freunde Jill & Ciaran von Cachaca wieder, welche uns bis in die Türkei begleiten werden.

Vom 24. bis 26. verlegen wir in die benachbarte Bucht von VLIKHO (Position 38 41‘.386 N, 020 42‘.491 E), da der Steg des Hotels durch den Crewwechsel einer dort beheimateten Flottille belegt ist. Die weiträumige Bucht ist ein idealer, sicherer Ankerplatz, der von vielen Yachten genutzt wird.

heiß ist's
Abkühlung


Gegen 19.00h am 26., wir liegen am Steg des Hotels, Canan kocht, Tim ist im Pool, Sock im Cockpit - FEUER an BORD !
Es beginnt etwas merkwürdig zu riechen, ich frage Canan, ob gerade die Kartoffeln anbrennen. Zeitgleich erkennen wir, dass es wesentlich schlimmer ist - aus den Lüftungshutzen des Motorraumes dringt dichter, beißender, weißlicher Rauch. Canan bringt sofort einen Feuerlöscher in Reichweite, in ihrer verständlichen Aufregung samt Wandhalterung und Schrauben (-: . Wir schalten alle Stromverbraucher aus, die Dieselzufuhr wird blockiert. Sock checkt den Motorraum - hier brennt's nicht. Ersichtlich wird hier jedoch die Quelle des Rauches - es muß in der Steuerbord-Achterkabine, unter der Koje, sein, dort, wo die Batterien und Ladegerät/Inverter platziert sind. Sofort ziehen wir den Stecker der 220V-Land-Stromversorgung. Diese Kabine ist aber auch unser Lagerraum - zahlreicher Krempel liegt oben auf der Koje. Zunächst räumt Sock die Sachen hinaus, bis der dichte, stechende und chlorhaltige Rauch ein Atmen fast unmöglich macht. Canan löst ab. Gemeinsam letztlich schaffen wir es, alles hinaus zu befördern, inklusive Matratze und Abdeckbretter - im Ladegerät/Inverter ist es ein Schwelbrand. Den Einsatz des Feuerlöschers können wir vermeiden, der Brand klingt durch die vorher getroffenen Maßnahmen langsam ab.

Ursache des Brandes - unklar. Schadenshöhe - ca. 3000,- Euro. Schöner Sch..... - aber letztlich Glück im Unglück gehabt.
Lieferant, Aresti Power in Athen, und Installateur, Stephen, für das neue Ladegerät-Inverter sind schließlich gefunden. Das Gerät wird schnell geliefert, Stephen macht einen super Job. Der revidierte Sicherheitsstatus in der Elektroinstallation ist beruhigend und lässt z.B. eine Wiederholung eines Brandes äußerst unwahrscheinlich werden. Inschallah ...

Am 06. September nehmen wir Abschied von den liebgewonnenen Bekannten im Hotel Iris und segeln 25 Seemeilen nach ASTAKOS, kleines Städtchen auf dem Festland. Römisch-katholisch am Stadtkai machen wir fest, Position 38 32‘.042 N, 021 04‘.932 E. Ansprechende Tavernas und Bars, ein kleiner Kieselstrand, ganz nett. Müffeln tut’s aber ein bisschen, Abwässer offenbar.

Wir ziehen weiter am 08. September. Knapp 35 Seemeilen liegen vor uns nach MESSOLONGHI im Golf von Patras. Damit werden wir das Ionische Meer verlassen! Durch den Golf von Patras und Korinth, den Kanal von Korinth, über einige Stopps auf dem Peleponnes, und den Saronischen Golf, wird die Route anschließend weiter führen zu den südlichen KYKLADEN in der AGÄIS.