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Montag, 6. Februar 2012

Gran Canaria - Puerto de Mogan 03.02. - 08.02.2012

Hui, das ging ab - von wegen Windstärke 5 wie vorhergesagt. 6 bis 8 Beaufort, in Böen 9, sind's an der Ostküste Gran Canarias' durchgehend auf unserem Weg nach PUERTO DE MOGAN. Nur unter Genua (Vorsegel), auf den Wellenkämmen mit achterlichem Wind und Wellen reitend, machen wir 7 bis 10 Knoten Fahrt. Unsere 11-Tonnen-Lady gleitet - das hat man nicht alle Tage. An der Südküste Gran Canarias' flaut der Wind dann auf 2 Beaufort ab, so dass wir die letzten Meilen motoren und nach 45.5 Seemeilen um 14.50h an 2 Moorings und Schwimmsteg festmachen in der Marina von Puerto de Mogan. Position 27 48'.956 N, 015 45'.888 W. Ca. 100 Liegeplätze gibt es hier, daneben viele Fischer-/Angler-/Tauchboote etc.. Je Nacht werden ca. 23,- Euro Liegegebühr fällig werden.

Waaarrmm, immer sonnig, bis 26 Grad, ist's. Frühstück in Badehose mit schönem Ausblick auf den hübschen Ort, eingebettet in Berglandschaft und zerklüftete Steilküste, und die attraktive Marina.




Puerto de Mogan ist sicher einer der hübschesten Orte und Häfen auf den Kanaren. Sehr schön die postmoderne Architektur, die vielen Pflanzen, der goldgelbe Strand. Groß ist die Auswahl an guten Restaurants. Wir fühlen uns gleich zuhaus und richtig wohl.

Das Marinapersonal ist sehr freundlich. So eilt uns z.B. der Marinero (Statur: Kugelblitz) zur Hilfe, als wir keinen Landstrom haben. Er stellt fest, es liegt an unserem Kabel, das immer wieder die Sicherung hinauswirft. Nun, statt zu sagen "Euer Problem", fragt er nach einem Schraubenzieher und nimmt erst einmal die Stecker am Kabel auseinander. Die Ursache ist Wasser in einem der Stecker. Er meint aber, dass die Kabel im Anschluß vertauscht seien und bastelt weiter. Bei Wechselstrom spielt dies zwar keine Rolle, aber ich lasse ihn machen, weil die Sonne während seiner Bastelei die Stecker schön trocknet. Stolz ist er, dass es dann funktioniert! Sehr sehr nett, Muchas Gracias.

Mit unseren Schweizer Freunden verbringen wir viel Zeit, bei einem Restaurantbesuch, an Bord (himmlisch gut der Apfelkuchen Veronikas'), am Strand, in einem Aquapark gleich in der Nachbarschaft in Taurito.


Im sympathischen Puerto de Mogan hätten wir sicher noch eine Tage bleiben können. Am Dienstag jedoch fassen wir den Beschluss, im Detail mit Franco besprochen bei einem Glas Rotwein und einer Platte des fantastischen Jamón Ibérico de Bellota  (Schinken von freilaufenden Iberico-Schweinen, die zu einem großen Teil nur mit Eicheln und Kräutern gemästet wurden), am Mittwoch nach TENERIFFA zu segeln. Ziel ist die Bucht BAHIA DE ABONA an der Südostküste, wo wir und unsere Schweizer Freunde uns 3-4 Tage vor Anker legen wollen. Der Wind ist mit 5-6 Beaufort aus Nordost vorhergesagt, Welle 2m, sollte passen. Ca. 45 Seemeilen sind's.

Adios Gran Canaria!



Sonntag, 15. Januar 2012

Gran Canaria - Las Palmas 08.01. - 03.02.2012

Knapp 12 Stunden brauchen wir für die Überfahrt von Fuerteventura nach GRAN CANARIA - LAS PALMAS, 66 Seemeilen. Schwachwind, aber in stimmiger Richtung, läßt uns 6 Stunden davon, auch unter Spinnaker, segeln. Strahlender Sonnenschein, Seegang nur 0.5 - 1m, 2 Thunfische gefangen, Seglerherz was begehrst Du mehr (ok ok, vielleicht 12 statt 6 Stunden unter Segeln ...).


Um 17.00h am 08.01. sind wir längsseits am Rezeptionssteg im MUELLE DEPORTIVO DE LAS PALMAS, schließlich am nächsten Morgen fest mit Mooring an einem Schwimmsteg, Platz R 27, Position
28 07'.717 N 015 25'.584 W. Wir haben für 30 Tage gebucht, der Liegeplatz inkl. Strom, Wasser und WiFi, kostet bescheidene 8,20 Euro/Tag.


Blick auf die Marina


Die Marina in LAS PALMAS hat 1150 Liegeplätze. Viele Boote starten von hier die Atlantik-Überquerung, so auch jährlich im November die ARC (Atlantic Rally for Cruisers) mit rund 250 Yachten. Auch jetzt noch sind viele Überwinterer und Querer anzutreffen, es ist viel los.

LAS PALMAS ist Großstadt, knapp 400.000 Einwohner. Es gibt alles - mehrere Einkaufszentren, Parks, Geschäftsstraßen, unzählige Bars und Restaurants, 2 Strände,... Besonders schön sind die Stadtviertel Vegueta (Altstadt), Triana und Santa Catalina. Wir genießen es, hier zu sein.




Ein Leihwagen (127,- Euro/Woche all in) macht uns mobil - wir erkunden den Norden und das Zentrum der Insel. "Miniaturkontinent" - die Vielfalt der Geographie und Vegetation läßt uns staunen. Berge und Täler, Lorbeer- und Kieferwälder, Bananenplantagen, Zitrusfrüchte, ... - welch ein Wohltat für das  Auge nach der "Wüsteninsel Fuerteventura".

Wirklich hübsch und sehenswert die Orte, die wir besuchen: Arucas, Firgas, Galdar, Teror, Agaete, Puerto de las Nieves.

Arucas:



Firgas:





Galdar:



Teror:


Agaete und Puerto de las Nieves:





Am 14. Januar treffen unsere Schweizer Freunde Franco&Veronika&kids, getroffen auf Lanzarote, mit ihrem Kat in Las Palmas ein. Tim ist happy happy dass er wieder mit Sofia und Luka spielen und die Gegend unsicher machen kann. Grossen Spass bringt u.a. ein gemeinsamer Besuch einer Kartbahn, da können sich auch die Väter mal richtig austoben.

Eine sehr nette Überraschung am 18. Januar - "Onkel" Helmut, Guido und Detlef aus Hamm haben kurzentschlossen einen 4-tägigen Urlaub auf Gran Canaria gebucht und besuchen uns, an 2 Abenden trinken wir eine Tasse Bier zusammen. Danke dafür!

Anhalter auf See - auch das gibt es. Wir werden fast täglich von jungen Leuten, auftretend in variierendem Pflegezustand, gefragt, ob wir Crew brauchen für eine Passage über den Atlantik. Abenteurer, Hippies, Aussteiger, sie schlafen am Strand mit Rucksack und Gitarre - wir empfinden Sympathie und wünschen ihnen viel Glück bei der Suche nach einem Boot. (Bei einigen würde allerdings eine Dusche die Chance erheblich verbessern.)


Can und Tochter Biddi, sehr liebe Freunde aus Istanbul sind da! 1 Woche bei uns an Bord, Tim hat "Sonderurlaub" während dieser Zeit. Ausflüge, Museumsbesuche, Bowlen, shoppen, volles Programm. Uns allen viel Spass macht der Freizeitpark AQUALAND, in der Nähe Maspalomas', wo auch fantastische Sanddünen zu finden sind.


Sofia, Luka, Tim, Biddi

Waassser...





Benni Döbber aus Hamm kommt uns einen Abend besuchen. Benjamin, auf Gran Canaria Benni Benito genannt, hat ein Gastsemester an der Uni Las Palmas' absolviert, am 30. Januar ist es vorbei. Benni kenne ich schon als 2-Jährigen - bei damaligen Besuchen hat er mich mit seinem Plastikschwert immer auf den Kopf gehauen. Wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann, hat Benito während dieses Semesters kaum die Sonne gesehen,  Tag und Nacht im Studierzimmer gebüffelt, ist urlaubsreif (-: , und ein Schwert hat er auch nicht mehr... Hasta luego Benito!





Can und Biddi fliegen leider schon am 29. Januar zurück. Ein Flug nach Madrid mit SPANAIR, von dort aus weiter nach Istanbul, war gebucht. Can bleibt beim Frühstück am 28. fast das Brötchen im Halse stecken, als ich ihr aus dem Internet lesend die Neuigkeit verkünde, dass SPANAIR pleite ist und mit sofortiger Wirkung alle Flüge eingestellt hat! Aufregung par excellence. Nun ja, auch das wird gelöst, neue Flüge mit anderer Fluglinie sind dann doch schnell gefunden.


Manche mögen's heiß - die täglichen 20 bis 24 Grad in Las Palmas wollen wir toppen: am 03. Februar früher Morgen werden wir gen Süden ziehen in die Marina in PUERTO DE MOGAN an der Südwestküste Gran Canarias'. Dort, hinter den Bergen, sind die Temperaturen regelmäßig 2 bis 4 Grad höher, Hochsommerfeeling im Februar (Deutschland: minus 10 Grad derzeit, brrrrrr). Mit dem Auto waren wir schon dort, sehr hübscher Ort, unsere Schweizer Freunde sind auch da - wir freuen uns auf die ca. 50 Seemeilen, die vorhergesagte Windstärke 5 sollte uns am Nachmittag in Puerto de Mogan eintreffen lassen.

Adios Las Palmas!

Las Palmas